Ab der EnEV 2016 lassen sich die Investitionen in die zusätzlichen Energieeinsparungen nicht mehr binnen 20 Jahren amortisieren. Bild: Feldhaus

Ab der EnEV 2016 lassen sich die Investitionen in die zusätzlichen Energieeinsparungen nicht mehr binnen 20 Jahren amortisieren. Bild: Feldhaus

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Baukosten

Energiesparen erhöht die Baukosten – EnEV ab 2016 ist nicht mehr wirtschaftlich

Energetische Standards verteuern die Baukosten. Dieses einleuchtende Ergebnis hat eine von den wohnungswirtschaftlichen Verbänden beauftragte Studie des Instituts InWIS Forschung & Beratung belegt. Ab der EnEV 2016 ist die Anhebung der Standards nicht mehr wirtschaftlich.

 

Dass höhere energetische Standards zu höheren Baukosten führen ist in zahlreichen Studien ergründet. So verblüffte das Ergebnis der von F+B Forschen und Beraten im September 2016 vorgestellten Studie zu den Baukosten Hamburger Sozialwohnungen. Die von der Behörde für Umwelt und Energie (BUE) beauftragte Untersuchung kam nach Auswertung von 4.780 öffentlich geförderten Wohnungen zu dem Ergebnis, dass eine Kausalität von Baukosten und Energieeffizienzklasse nicht bestehe.

 

Vergleichbarkeit fehlt

Die InWIS-Studie kritisiert hingegen, dass bei der Berechnung der Quadratmeterkosten Aufwendungen für Außenanlagen und Ausstattung einbezogen wurden, die nicht relevant für die Energieeffizienz seien. Auch seien unähnliche Wohnprojekte verglichen worden.
„Unter den ausgewerteten Neubauvorhaben findet sich eine bemerkenswerte Mischung von zehn verschiedenen Wohnformen und Förderbausteinen“, so Autor Michael Neitzel, dazu gehören Seniorenwohnungen, einfache Mietwohnungen, Wohnraum genossenschaftlicher Baugemeinschaften mit sehr unterschiedlichen Standards.
Neitzel hingegen vergleicht auf Basis eines standardisierten Typengebäudes die Aufwendungen für die Kostengruppen 300 und 400 der DIN 276, welche die Baukonstruktion und die Technischen Anlagen eines Bauwerks beinhalten. Zwischen dem 1. Quartal 2000 und dem 1. Quartal 2016 sind die Aufwendungen für die Bauwerkskosten um 49% gestiegen. 63% dieses Zuwachses gründet auf einem höheren Preis der Bauleistungen. 30% des Preiszuwachses ergeben sich aus veränderten Vorschriften zur Energieeffizienz und zum Einsatz erneuerbarer Energien. 6% sind auf zusätzliche gesetzliche Anforderungen zurückzuführen.

 

EnEV 2016 nicht wirtschaftlich

Im Vergleich der Energiestandards zeigt sich auf Basis des Kostenniveaus im ersten Quartal 2016, dass die Bauwerkskosten zwischen der Wärmeschutzverordnung (WSchV) 1995 und der EnEV 2014 von 1.288 Euro/m2 Wohnfläche auf 1.377 Euro/m2 gestiegen ist.
Den um 6,9% höheren Bauwerkskosten steht eine Einsparung des Endenergieverbrauchs von 41% gegenüber. Die Bauwerkskosten sind um 1,93 Euro/m2 je eingesparter Kilowattstunde gestiegen. Zwischen der EnEV 2014 und 2016 müssen bereits 6,64 Euro/m2 aufgewendet werden. Und die Kostensteigerungen zwischen EnEV 2016 und Effizienzhaus 40 betragen gar 14,76 Euro/m2. Neitzel resümmiert: „Bei der EnEV ab 2016 ist das Kriterium der Wirtschaftlichkeit – Amortisation binnen 20 Jahren – nicht mehr gegeben.“

 




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