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Wieder gefragt: der Bausparvertrag

Im Angesicht der steigenden Zinsen erleben Bausparverträge eine Renaissance. Denn sie bieten die Möglichkeit, sich langfristig attraktive Konditionen für die Immobilienfinanzierung zu sichern.

„Viele Immobilienkäuferinnen und -käufer sind von der Zinswende an den Märkten ebenso überrascht worden wie Menschen mit laufenden Finanzierungen, die ein Anschlussdarlehen benötigen. Bausparverträge können in beiden Fällen eine Option sein, die Auswirkungen des Zinsanstiegs abzufedern und die Finanzierung abzusichern“, sagt Mirjam Mohr, Vorständin des Finanzierungsvermittlers Interhyp.

Geringere Tilgungen

Eine Möglichkeit ist es dabei, den Bausparvertrag parallel zum Hauptdarlehen abschließen: Das Hauptdarlehen zahlen die Kreditnehmer mit einer niedrigeren Tilgung zurück und zahlen gleichzeitig den ersparten Betrag parallel in einen Bausparvertrag ein. Der Bausparvertrag kommt dann zeitversetzt zum Einsatz, sobald er zuteilungsreif ist. Der Vorteil liegt dabei in der Zinsoptimierung und der Tatsache, dass die Finanzierung abgesichert ist. Mitunter lassen sich auf diese Weise mehrere Tausend Euro sparen. Mirjam Mohr: „Ob jedoch ein klassisches Annuitätendarlehen oder eine Kombination mit einem Bausparvertrag die bessere Option darstellt, sollten Käuferinnen und Käufer in einem individuellen Beratungsgespräch klären, in dem sie die Gesamtkosten der beiden Varianten miteinander vergleichen.“

Objekt absichern – Renovierungen bedenken

Laut Interhyp können Bausparverträge auch eine Option sein, wenn am neuen Haus oder der Wohnung Modernisierungen anstehen. Mit Blick auf die drastisch gestiegenen Energiekosten sollten vor allem Käuferinnen und Käufer von Altbauimmobilien prüfen, inwieweit sie den Energiestatus des Objekts verbessern können – oder müssen. Neben Förderdarlehen kann der Bausparvertrag dabei helfen, sich im steigenden Zinsmarkt günstiger zu refinanzieren und das Objekt energetisch auf Vordermann zu bringen.

Konditionen vergleichen

Auch beim Abschluss eines Bausparvertrags gilt: nicht alles auf eine Karte setzen! Wer ein Haus oder eine Wohnung kauft, sollte die Konditionen in Ruhe vergleichen. Bauspardarlehen sind dann vielleicht ein Baustein von mehreren in der Finanzierung.

Die Prüfung entsprechender Angebote lohnt nicht nur für Immobilieninteressentinnen und -interessenten mit künftigem Finanzierungsbedarf, sondern auch für Eigentümerinnen und Eigentümer mit laufenden Darlehen. Wer nach 2018 gekauft hat, könnte aufgrund des Zinsanstiegs auf höhere Raten bei der Anschlussfinanzierung treffen als erwartet. In diesem Fall können Bausparverträge als Forwardoption mit bis zu 15 Jahren Vorlaufzeiten genutzt werden, um günstigere Zinsen für die Zukunft bereits heute festzuschreiben.

Sind Sie auf der Suche nach einem Haus, einer Wohnung oder einem Grundstück? Wentzel Dr. berät Sie gern.