Die internationale Immobilienmesse Mipim ist in den vergangenen Jahren immer mehr zu einer Präsentationsplattform für zum Teil wegweisende, aber in jedem Fall große Stadtentwicklungsprojekte geworden. Und da hat auch Hamburg einige Themen auf der Agenda.

Hatte der Himmel vor der Eröffnung der Messe noch gegrollt und mit sinnflutartigem Regen einige Unterführungen unter Wasser gesetzt, strahlte die Sonne am ersten Tag der Mipim, wie man es von Cannes erwartet. So fanden die meisten Gespräche der 25 Hamburger Standpartner denn auch oft auf der geschwungenen Terrasse zum Hafen statt.

Elbtower im Mittelpunkt des Hamburgstands

Den Mittelpunkt des 120 m2 großen Hamburg-Standes bildete in diesem Jahr ein Modell des Elbtowers. Sowohl beim Empfang der HafenCity Hamburg, als auch bei seinen Vorträgen auf den Ständen etwa von Amsterdam und Marseille, stellte Jürgen Bruns-Berentelg den 235-m-Skyscraper vor. Den Kontext bildete die Entwicklung eines neuen Innenstadtentrees an den Elbbrücken – am Schnittpunkt der Stadtentwicklungsprojekte Hafencity, Kleiner Grasbrook und Billebogen, die einen insgesamt 250 ha großen Transformationsraum in Citynähe bilden. Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeldt gab beim HafenCity-Empfang einen Abriss der zahlreichen Hamburger Stadtentwicklungsprojekte – neben den genannten, etwa die Mitte Altona, die durch den Bau der A-7-Deckel entstehenden Entwicklungsflächen, die Baugebiete in Wilhelmsburg, die auf der bisherigen Achse der Wilhelmsburger Reichsstraße entstehen, und natürlich Oberbillwerder.

Austausch mit Kopenhagen, Amsterdam und Barcelona

Stapelfeldt traf sich zum Abendessen mit Ninna Hedeager Olsen, der Bürgermeisterin für Technik und Umwelt in Kopenhagen. Mit Bruns-Berentelg erläuterte sie zudem Patrick Devedjian die Entwicklung der Hafencity und speziell die Rolle der Elbphilharmonie. Der Franzose ist nicht nur Leiter einer Institution zur Entwicklung des bekannten, modernen Pariser Büro- und Geschäftsviertels La Défense, sondern war auch verantwortlich für die Realisierung des 2017 fertiggestellten Kulturzentrums La Seine Musicale – mit 170 Mio. Euro jedoch preiswerter, als die Elbphilharmonie. Rolf Strittmatter, Geschäftsführer der Hamburg Invest (früher: HWF), war zudem am Stand von Barcelona im Gespräch über den Aufbau einer Wirtschaftsförderung für die Metropolregion. Mit Vertretern von Amsterdam diskutierte er über Strategien zur Ansiedlung von Hotels. „Für europäische Städte hat sich die Mipim als Plattform etabliert.“

Stapelfeldt, Bruns-Berentelg und Elbtower.

  Der Hamburger Stand misst 120 m2, wie im Vorjahr.

Auf den Yachten im Hafen von Cannes wurden die Gespräche fortgesetzt.