Mit dem Planfeststellungsbeschluss für den 2,2 km langen Altonaer Deckel über der A7 ist auch der Bau von über 2.500 Wohnungen in Altona näher gerückt. Allein 2.200 sollen im Quartier „Wohnen am Volkspark” entstehen – im Kontext mit der jüngst vorgestellten „Science City Bahrenfeld”. Die beiden Tunnel in Schnelsen und Stellingen sind teilweise bereits in Betrieb.

Kurz vor Weihnachten hat die Hamburger Planfeststellungsbehörde mit dem Planfeststellungsbeschluss die sechs- bis achtstreifige Erweiterung der A7 genehmigt. Neben der Beseitigung des Engpasses besticht das Projekt vor allem durch den Bau eines 2,2 km langen Lärmschutzschutztunnels zwischen der Anschlussstelle Othmarschen und der Anschlussstelle Volkspark.

Grünzug: Volkspark bis Elbe

Die drastisch reduzierte Lärmbelastung sowie der Deckel auf der A7 schaffen vollkommen neue städtebauliche Chancen. Auf dem Deckel entstehen Parks, Kleingärten sowie Fuß- und Radwege – und damit ein Grünzug, der vom Volkspark bis fast an das Elbufer reicht. Damit wird eine Idee des Altonaer Bausenators Gustav Oelsner aus den 1920er Jahren umgesetzt.

Zwei Tunnel in Betrieb

Der Altonaer Deckel ist der dritte und längste der drei Lärmschutztunnel über die A7. Seit Juni ist bereits der 560 m lange Tunnel in Schnelsen in Betrieb. Seit Anfang Dezember fahren Autos in Richtung Norden durch den 900 m langen Tunnel in Schnelsen. Durch die Tunnel entstehen lärmberuhigte Bereiche im Zentrum der Stadt. Auf 58 ha sind bis zu 3.200 Wohnungen geplant, wovon 2.500 auf Altona entfallen.

Wohnen am Volkspark

Das größte Stadtentwicklungsprojekt wurde im Januar als „Science City Bahrenfeld” vorgestellt. Neben dem Ausbau des Forschungszentrums DESY und der Entwicklung der Universität Hamburg an diesem Standort wird der Bau von 2.500 Wohnungen ein Schwerpunkt des 125 ha großen Quartiers. Auf der Fläche der Trabrennbahn in Bahrenfeld sowie auf bisherigen Kleingartenstandorten entlang der A7 – die teilweise auf den Deckel verlagert werden – sollen allein 2.200 Wohnungen entstehen. Weitere Wohnungen sind etwa auf drei bisherigen Sportplätzen geplant, für die eine neue, große Sportanlage an der Baurstraße entsteht.