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Wohnungsbau: Zahl der fertiggestellten Wohnungen geht 2016 um gut 9% zurück

7.722 Wohnungen wurden im vergangenen Jahr in Hamburg fertiggestellt – 9,4% weniger, als 2015. Der Anteil der Sozialwohnungen liegt bei fast einem Drittel.

Statistiken sind Statistiken – interpretierbar. Zunächst einmal bezeichnen 7.722 im vergangenen Jahr fertiggestellte Wohnungen einen Rückgang von 9,4% gegenüber 2015, als 8.521 fertige Wohnungen gezählt wurden. Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeldt weist hingegen daraufhin, dass damit „das zweithöchste Ergebnis seit Beginn unseres Wohnungsbauprogramm erreicht“ wurde – seit 2011 also. Man kann auch sagen, das zweithöchste Ergebnis seit 1998, als der wiedervereinigungsbedingte Bauboom gerade auslief.

BSW zählt 1.735 Baugenehmigungen mehr, als Statistik Nord

Der Rückgang gegenüber 2015 sei auf die geringere Zahl genehmigter Wohnungen in 2015 zurückzuführen, erklärt die Senatorin – weist aber auch darauf hin, dass die Bauzeit meist zwei Jahre betrage.
Die Zahl der Baugenehmigungen hat sich nach dieser Delle in der aufwärtsstrebenden Kurve jedoch 2016 wieder deutlich erhöht: Statistik Nord hat 10.736 genehmigte Wohnungen gezählt: ein Zuwachs von 24%. Die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, die seit 2011 selbst zählt, kommt bei einem Zuwachs von 30% auf 12.471 Baugenehmigungen. Und bis Ende April 2017 konnten bereits 5.486 genehmigte Wohnungen notiert werden. Der Bauüberhang – Wohnungen, die genehmigt, aber noch nicht fertiggestellt sind – liegt aktuell bei 18.000 Wohneinheiten.

Anteil der Sozialwohnungen erreicht fast ein Drittel

Interessant ist auch ein Blick auf die Entwicklung der Fertigstellungszahlen bei den öffentlich geförderten Wohnungen. Lag der Anteil 2010 mit 446 noch bei 13%, kletterte er bis 2016 auf fast ein Drittel: 2.433 Sozialwohnungen wurden im vergangenen Jahr fertiggestellt – seit 2011 sind es 9.784 der insgesamt 37.146 fertiggestellten Wohneinheiten: ein Anteil von gut 26%.