Senat und Bezirke haben sich auf den „Vertrag für Hamburg – Wohnungsbau“ geeinigt. Es gibt für jede Baugenehmigung 250 Euro – ohne Deckel.

Bei der im September unterzeichneten Neuauflage des „Vertrags für Hamburg – Wohnungsbau“ ging es um die Umsetzung von dauerhaft 10.000 Baugenehmigungen jährlich, darunter 3.000 für öffentlich-geförderte Wohnungen. Ein Anreiz für die Bezirke ist, dass die bisherige Deckelung der je Baugenehmigung vom Senat gezahlten Prämie von 250 Euro entfällt. Zudem wurden in einer ersten Einstellungsoffensive seit März 50 Ingenieure gewonnen, die dauerhaft in den bezirklichen Abteilungen Bauprüfung sowie Stadt- und Landschaftsplanung arbeiten.
Unterzeichnet wurde der Vertrag vom Ersten Bürgermeister Olaf Scholz, Vertretern des Senats, den sieben Bezirksamtsleitern sowie den Vorsitzenden der Bezirksversammlungen. Er ergänzt die im Juni vereinbarte Neuauflage des Bündnis für das Wohnen in Hamburg zwischen dem Senat und Wohnungsverbänden unter Beteiligung des Mietervereins.
Die stärkste Steigerung bei der Zielzahl der zu erreichenden Baugenehmigungen erfährt der Senat selbst. Beim vom Senat gesteuerten Projekten wie der Hafencity sollen künftig 1.450 Wohnungen jährlich genehmigt werden, mehr, als doppelt so viel, wie 2011. Auch für Hamburg Mitte wird die Zielzahl nahezu verdoppelt, wobei die Projekte in Wilhelmsburg hier eine wichtige Rolle spielen.