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Hh Wohnungsprojekte

Projektentwicklerstudie 2019: Hamburg schwächelt bei Wohnungsprojekten – höhere Mieten erwartet

Nach Berlin und München ist Hamburg nach den Zahlen der 14. Projektentwicklerstudie von Bulwiengesa beim Projektentwicklungsvolumen bundesweit auf Rang 3. Abweichend vom Trend geht an Elbe und Alster das Projektentwicklungsvolumen bei Investoren zurück, die für das eigene Portfolio entwickeln.

Die Fläche der Immobilienprojektentwicklungen in Hamburg ist bis zum Frühjahr 2019 um 3,5 % auf 8,2 Mio. m2 gewachsen. Beim Projektentwicklungsvolumen liegt Hamburg nach Zahlen von Bulwiengesa unter den untersuchten Top-7-Metropolen auf Rang drei hinter Berlin (14,7 m2) und München (8,6 Mio. m2).

Trader und Investor Developer

Bulwiengesa unterscheidet zwischen Trader Developern, klassischen Projektentwicklern, die für den Verkauf entwickeln, sowie Investor Developern, die für den Eigenbestand bauen. Bei den Trading Developments liegt Hamburg mit einem Plus von 9,6 % auf 4,9 Mio. m2 hinter Frankfurt auf Rang 2, während die Investors Developments gegen den Trend in den anderen Metropolen in Hamburg um 4,3 % zurückgingen.

Diese Entwicklung spiegelt sich besonders im Wohnsegment. Zwar wuchs hier die Projektfläche insgesamt um 6 % auf 2,9 Mio. m2, doch – anders als in München oder Berlin – konnten die klassischen Entwickler ihre Fläche um 5,6 % auf 2,9 Mio. m2 vergrößern, während die Bestandsentwickler 3,7 % weniger, und damit 1,1 Mio. m2 realisieren.

Weniger preiswerter Wohnraum

Da zu den Investor Developern besonders die Saga sowie die Genossenschaften zählen, betrifft der Rückgang besonders das ohnehin knapper werdende Segment der niedrig- und mittelpreisigen Wohnungen. Und das wird zunächst so bleiben, denn die Rückgänge bei den Bestandsentwicklern haben ihre Quelle bei den in Planung befindlichen Flächen. Hier gab es zwischen 2017 (539.000 m2) und 2019 (339.000 m2) einen Verlust von 37 %. Auf Sicht ab 2020 nehmen die Projektentwicklungen in Hamburg überdurchschnittlich ab – im Wohn- wie im Bürosegment. Das werde, so die Autoren, angesichts des anhaltenden Nachfrageüberhangs zu höheren Mieten und Kaufpreisen führen.

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