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Bereits im Betrieb ist die Hammerbrooklyn.Box, die Ein- und Ausblick bietet auf die künftige Arbeit des Digital Campus. Foto: Feldhaus

Smart City: Grundstein für Digitalcampus Hammerbrooklyn gelegt

In Nachbarschaft zu den Deichtorhallen soll der Digitalcampus Hammerbrooklyn entstehen. Bis zu 250 Mio. Euro sollen in das 2 ha große Areal fließen, um bis zu 60.000 m2 Kreativraum für die digitale Transformation zu schaffen. Das Grundstück wurde für 105 Jahre im Erbbaurecht an Hammerbrooklyn Immobilien vergeben.

Mit der Entwicklung des Digitalquartiers Hammerbrooklyn möchte Hamburg einen weiteren Schritt Richtung Smart City machen. Zwischen Stadtdeich und Oberhafen, nahe den Deichtorhallen und dem Spiegel-Gebäude soll im nächsten Jahrzehnt bis zu 60.000 m2 BGF für Büroflächen, Labore, Coworking und Cocreationflächen entstehen.

Erbbauvertrag für 105 Jahre

Als Entwickler agiert die Hammerbrooklyn Immobilien, ein 2016 von Mathias Müller-Using, Partner beim Architektur- und Designbüro Interpol-Studios in Hamburg, Torsten-Jörn Klein, früher Vorstand bei Gruner + Jahr, sowie dem Projektentwickler Art-Invest gegründetes Unternehmen. Hammerbrooklyn Immobilien hat im März 2018 mit der Stadt Hamburg einen Erbbaurechtsvertrag über 105 Jahre für das Areal abgeschlossen.

Neben der Oberhafenbrücke bereits in Betrieb ist die Hammerbrooklyn.Box. Der Bau aus Seecontainern ermöglicht künftigen Mietern, wie der Deutschen Bahn, der Hamburger Hochbahn oder dem Orga-Team des ITS-Weltkongress (Intelligent Transport Systems), der 2021 in Hamburg stattfindet, ihre Arbeit vorzustellen.

Amerikanischer Expo-Pavillon wird umgenutzt

Im Juni wurde zudem der Grundstein für den Digital Pavillon gelegt. Hierfür wird der amerikanische Pavillon der Weltausstellung Expo 2015 in Mailand umgenutzt. Auf 7.600 m2 BGF sind Veranstaltungs- und Lehrräume, Coworking-, Labor und Werkstattflächen vorgesehen. Zudem ist eine Indoorhaltestelle für autonom fahrende Elektrobusse geplant. Nach Fertigstellung sollen im Solution Building weitere 3.000 m2 Arbeitsflächen entstehen.

Noch vor der Grundsteinlegung wurde im Juni die Gründung einer Stiftung durch die Stadt Hamburg und Art-Invest bekanntgegeben, die 10% am Gesamtprojekt Hammerbrooklyn Digital Campus halten wird. Aus den Einnahmen wird der Betrieb des Digital Pavillon finanziert.

In einer zweiten Bauphase plant Hammerbrooklyn Immobilien ab spätestens 2025 weitere vier oder fünf Immobilien mit 40.000 bis 50.000 m2 Arbeits- und Entwicklungsfläche für Unternehmen, Forschungs- und Bildungseinrichtungen zu errichten. Das Gesamtinvestitionsvolumen wird aktuell auf 200 Mio. bis 250 Mio. Euro veranschlagt – nach Recherchen der Hamburger Wirtschaftsbehörde das deutschlandweit größte Zukunftsprojekt der privaten Wirtschaft.

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