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Wohnen im Alter

Wohlfühlen im Alter

Mit dem Ruhestand verändert sich viel im Leben eines Menschen. Nicht nur die Wohnsituation.
Jetzt ist die Zeit, um alte Hobbys wieder aufleben zu lassen, aber auch die Zeit, in der Sie vermehrt auf Ihre Gesundheit achten müssen.

Wie bleibe ich im Alter fit?

Der Körper ist wie eine gut geölte Maschine. Wird er gehegt und gepflegt, funktioniert er in der Regel einwandfrei. Sobald er allerdings vernachlässigt wird, kommt es zu Fehlfunktionen. Diese äußern sich in Form von Schmerzen oder anderen Problemen. Ältere Menschen bekommen das wesentlich schneller zu spüren als junge. Fitness kann hier Abhilfe schaffen. Allerdings eignen sich manche Sportarten besser für Senioren als andere.

Die positive Nachricht zuerst: Sie müssen nicht seit Ihrer Jugend Sport treiben, um von diesem zu profitieren.
Es ist schließlich kein Geheimnis, dass regelmäßiger Sport positive Effekte auf den Alterungsprozess hat.
Wird dieser zusätzlich mit einer gesunden Ernährung kombiniert, kann das das Wohlbefinden zusätzlich verbessern.
Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Übergewicht sinkt bei einem gesunden Lebensstil ebenso wie das für Depressionen.

Zu viel des Guten kann sich jedoch schlecht auf die Gesundheit auswirken. Bestimmte Bewegungen können die Gelenke stark belasten. Außerdem ist die Länge des Trainings entscheidend – zu lang ist schließlich nicht zwangsläufig gesund.
Entsprechend empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation 150 Minuten moderaten Sport pro Woche. Falls Sie bemerken,
dass Ihre Gelenke schmerzen oder Sie sich während des Trainings nicht wohlfühlen, sollten Sie auf Ihre Körper hören und pausieren.
Das gilt sowohl für Kraftsport als auch fürs Ausdauertraining. Gerade als Anfänger sollten Sie sich nicht zu viel zumuten.

Falls Sie sich unsicher sind, welches Training zu Ihnen passt, sprechen Sie mit einem Arzt oder einer professionellen Trainerin. Wichtig ist auch, dass Sportarten wie Yoga, Rückenfitness, Krankengymnastik oder auch Kurse und Trainings im Fitnessstudio von den Krankenkassen gefördert werden. Allerdings empfiehlt es sich, vorher bei der Krankenkasse nachzufragen, welche Sportarten sie genau fördert.

Sobald Sie sich über die Förderprogramme Ihrer Krankenkasse sowie die für Sie geeignete Sportart informiert haben, steht Ihrem personalisierten Training nichts mehr im Wege.
Dennoch können sich immer mal wieder neue gesundheitliche Fragen herauskristallisieren. Entsprechend sollten Sie stets einen guten Arzt in ihrer Nähe wissen.
Damit Sie auch für diesen Punkt bestens gewappnet sind, dreht sich das nächste Kapitel um die Ärztesuche in Ihrer Umgebung.

Wie finde ich den richtigen Arzt in meiner Nachbarschaft?

Für Senioren und Seniorinnen ist nicht nur der regelmäßige Arztbesuch an sich wichtig, sondern auch, dass sich die Arztpraxis nicht allzu weit entfernt befindet. Zudem sollten sie sich bei ihm wohlfühlen. Eine kleine Hilfestellung, wie Sie einen geeigneten Arzt finden.

Ärztekammer

Am einfachsten lässt sich die Arztsuche mithilfe der Ärztekammer oder Ihrer regionalen kassenärztlichen Vereinigung umsetzen. Zudem bieten viele Bundesländer eine Online-Arztsuche an. Ein weiterer Weg wäre eine telefonische Beratung.
Immerhin können die Kammern Sie über die fachlichen Qualifikationen, Sprechzeiten sowie qualitätssichernde Zusatzleistungen informieren.
Außerdem können Sie auch erfahren, ob in einer Praxis weiter Ärzte mit anderen Schwerpunkten praktizieren.

Bewertungsportale für Ärzte

Heutzutage helfen Ihnen Bewertungsportale für Ärzte herauszufinden, wie diese ihre Patienten zwischenmenschlich behandeln und wie gut er die Dinge aus seiner Ausbildung umsetzen kann. Schließlich wollen Sie auch wissen, ob ein Mediziner weiß, was er macht.
Beispiele für Bewertungsportale sind Jameda und Arzt-Auskunft.de. Dort können Sie auch die bestbewerteten Ärzte in Ihrer Umgebung suchen oder gezielt nach einem bestimmten suchen und seine Bewertung lesen – das ist zum Beispiel hilfreich, wenn Sie bereits bei der Ärztekammer einen Arzt ermittelt haben und sichergehen wollen.

Sollten Sie in einer kleineren Stadt leben, ist es sinnvoll, sich die Rezensionen zu Ärzten durchzulesen.
Schließlich kann es vorkommen, dass diese noch nicht allzu viele Bewertungen gesammelt haben, wodurch Sie mal zu wenig Sterne bekommen haben könnten. Immerhin neigen gerade unzufriedene Patienten dazu, Ihren Ärger Raum zu verschaffen, während zufriedene lieber schweigen.
Doch auch zu viele positive Bewertungen können täuschen – diese könnten auch vom Arzt sowie seinem Umfeld stammen.
Sobald eine Bewertung unglaubwürdig klingt, sollten Sie lieber weitersuchen.

Empfehlungen Ihres Hausarztes

Ihr Hausarzt kann Ihnen bei der Suche nach einem Facharzt helfen. Außerdem kann Ihnen dieser eine Überweisung geben, die wiederum eine Voraussetzung für einen Termin bei einem Spezialisten ist. Im Falle der Empfehlung des Hausarztes schließt sich der Kreis. Schließlich können über die Ärztekammer oder die Bewertungsportale einen Arzt raussuchen und Ihren Hausarzt fragen, ob dieser gut ist sowie sich eine Überweisung besorgen.
Umgekehrt können Sie allerdings auch ermitteln, wie der vom Hausarzt empfohlene Spezialist bei den Onlinebewertungen abschneidet.

In Ihrer Umgebung ist die ärztliche Versorgung schlecht und Sie überlegen deshalb umzuziehen und Ihre Immobilie zu verkaufen? Wir beraten Sie gerne zu Ihren Optionen.

Studium im Alter: Genießen Sie den Luxus des Lernens

Auch im Alter ergibt sich die Chance für einen Neuanfang. Sie haben etwas gelernt, mit dem Sie unzufrieden sind? Sie interessieren sich für Philosophie und unterhalten sich gerne bei einem Glas Rotwein über Nietzsches „Zarathustra“ oder wollen etwas über Computer lernen?
Dann entscheiden Sie sich doch für ein Studium. Zum Lernen ist es schließlich nie zu spät.

Sobald die Kinder ausgezogen sind und Sie ihre Stempfelkarte das letzte Mal in die Stechuhr geschoben haben, wird der Stress von einer Welle aus Freizeit weggespült.
Endlich haben Sie die Möglichkeit, sich dem hinzugeben, was Sie schon immer machen wollten. Wie wäre es also, wenn Sie sich an einer Universität einschreiben oder ein paar Kurse an der Volkshochschule belegen?

Wenn Sie zum Beispiel gerne ins Ausland ziehen möchten, wäre es vorausschauend, vorher die Sprache zu erlernen. Sie können aber auch weniger pragmatisch vorgehen und sich für Kunstgeschichte oder Philosophie einschreiben, um etwas über Surrealismus oder Existenzialismus zu erfahren.
Im digitalen Zeitalter könnte auch ein Informatik-Studiengang nicht schaden. Während Sie in Ihrer Jugend von Ihren Eltern dazu gedrängt wurden, etwas Brauchbares zu lernen, können Sie heute genau das machen, was Sie schon immer wollten. Schließlich ist es für ein Neu- oder Umlernen nie zu spät.

Die Studienfachauswahl ist groß und je nachdem, wie Sie sich entscheiden, können Sie sich an einer Fach-, Volkshochschule oder einer Universität einschreiben.
Als Gasthörer fallen die Studiengebühren zudem geringer aus – sie beginnen etwa bei 30 Euro. Der Leistungsdruck fällt zudem ebenfalls weg. Falls es Ihnen unangenehm ist, in einem Hörsaal von Studenten in den Zwanzigern umzingelt zu sein, dann können Sie auch einen Senioren-Studiengang belegen.
Dieser wird von etwa einem Drittel der deutschen Hochschule angeboten und richtet sich speziell an Menschen im Rentenalter.

Das Beste ist: Der Prüfungsstress fällt für Sie weg. Immerhin geht es nicht mehr um die Karriereplanung oder Berufsqualifikation, sondern darum, die grauen Zellen auf Trab zu halten und Ihren Horizont zu erweitern und gerade das hilft Ihnen dabei, Ihre geistige Vitalität zu erhalten.

Außerdem knüpfen Sie neue und spannende Kontakte. In einem Senioren-Studiengang treffen Sie gleichgesinnte in einer vergleichbaren Lebensphase, die Ihre Leidenschaft für ein Fachgebiet teilen. Mit diesen können Sie sich in der Mensa oder Bibliothek über Hausarbeiten austauschen, ein gemeinsames Referat ausarbeiten oder schlicht diskutieren sowie Tipps austauschen.

Vielleicht entstehen ja aus diesen Unterhaltungen Freundschaften. Wer weiß, am Ende landen Sie sogar in einer Senioren-WG zusammen mit Menschen, die ähnliche Interessen haben. „Eine Wohngemeinschaft für Senioren ist heute keine Neuheit mehr. Viele Rentner ziehen mittlerweile in gemeinsame Wohnungen, um zusammen Ihren Ruhestand zu genießen“, sagt Philip Schulze, der Experte für Wohnen im Alter bei Wentzel Dr. Eine andere Möglichkeit wäre, dass Sie mit Ihren Kommilitonen über die Strukturierung Ihres Alltags im Ruhestand oder das Wohnen im Alter sprechen.

Profitieren Sie von den Erfahrungen Ihrer Kollegen und Nutzen Sie den Luxus des Lernens. Viele „ältere Semester“ bewegen ganz ähnliche Fragen, angefangen von der Strukturierung Ihres Alltags im Ruhestand bis hin zu Gedanken über die nähere Zukunft. Wo stehen eventuell Veränderungen an, welcher Lebensbereich sollte beizeiten angepasst werden?

Sie suchen eine neue Unterkunft in der Nähe Ihrer Wahlwohnung? Kontaktieren Sie uns jetzt. Wir helfen Ihnen gerne bei der Suche.

So finden Sie eine Haushalts- oder Gartenhilfe

Beim Bodenscheuern schmerzt der Rücken und beim Unkrautjäten die Gelenke. Es ist völlig normal, dass die Haus- und Gartenarbeit im Alter zur körperlich unangenehmen Pflicht wird. Wenn diese einer Folter gleichkommt, ist es keine Schande, sich Hilfe zu holen.

Tatkräftige Unterstützung holen – aber wie und woher?

Sobald es Sie überfordert, das Haus oder den Garten weiterhin Instand zu halten, kann es nicht schaden, jemanden zu suchen, der Sie dabei unterstützt.
Zum Beispiel könnten Sie den Nachbarsjungen Ihren Rasen mähen lassen oder das Unkraut zu jäten. Er freut sich über ein zusätzliches Taschengeld undm Sie sich über einen gepflegten Garten.

Natürlich können Sie sich auch bei einem Ihrer Freunde die Empfehlung für eine Putzhilfe holen und diese kontaktieren. Wichtig ist dabei nur, dass Sie die Haushalts- oder Gartenhilfe nicht schwarz beschäftigen – die Konsequenzen wären bitter.
Schließlich drohen Ihnen Bußgelder oder Steuernachzahlungen, wenn Sie erwischt werden. Das gilt zwar nicht zwangsläufig für Schüler,
für eine professionelle Reinigungskraft dagegen schon. Zudem greift die Versicherung nur bei einer offiziellen Beschäftigung von freiberuflichen Reinigungskräften und Gärtnerinnen.

Wenn Sie den Rechnungsbeitrag via Überweisung zahlen, können Sie außerdem Steuern sparen.
„Sollten Sie krankheitsbedingt eine Hilfe im Haushalt benötigen, übernimmt die Krankenkasse in der Regel die Kosten.
Das sollten Sie allerdings mit Ihrer Krankenkasse absprechen“, sagt Philip Schulze, der “Wohnen im Alter”-Experte von Wentzel Dr.

Aushänge und Online-Aufrufe

Falls Ihre Freunde keine Putzkraft empfehlen können, Sie aber nicht aufgeben wollen, können Sie es auch mit Aushängen in Ihrem Supermarkt probieren.
Mit etwas Glück meldet sich früher oder später eine nette und vertrauenswürdige Haushaltshilfe, die höchstwahrscheinlich aus Ihrer Umgebung stammt.
So müssen Sie nicht für die Anfahrt aufkommen und sparen etwas Geld. Neben der analogen Option können Sie auch im Internet weitersuchen.

Mithilfe Anzeigen-Portalen wie ebay-Kleinanzeigen können Sie ebenfalls eine Haushaltshilfe finden.
Portale wie bookatiger.com, helping.de oder putzchecker.de haben sich sogar auf die Vermittlung von Haushaltskräften spezialisiert.
Auf diesen können Sie problemlos jemanden finden, der Ihnen zur Hand geht. Außerdem bieten diese im Falle eines Krankheitsausfalls einen Ersatz an.

Denken Sie daran: Nur weil Ihre Kräfte bei der Pflege Ihres Hauses nachlassen, müssen Sie dieses nicht gleich aufgeben.
Mit ein wenig Hilfe können Sie weiterhin Ihren Lebensstandard halten.

Foto: pikselstock / Depositphotos.com

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