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Sozialwohnungen Hamburg

Wohnungsbau: Hamburg bei bewilligten Sozialwohnungen deutschlandweit vorn

Hamburg möchte 2019 und 2020 jährlich jeweils 5.000 Sozialwohnungen schaffen – durch Neubau, Modernisierung mit Belegungsbindungen sowie Ankauf. Zudem wurde die erste Regelausschreibung für frei finanzierte Wohnungen mit einem Mietendeckel von 8 Euro/m2 präsentiert.

2018 wurden mit 2.466 Sozialwohnungen 133 mehr fertiggestellt, als 2017. Nach den Zahlen der im Februar vorgestellten Wohnraumförderungsbilanz sind 517 dieser Wohnungen Flüchtlingsunterkünfte mit der Perspektive Wohnen.

Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeldt sowie Ralf Sommer, Vorstandsvorsitzender der Investitions- und Förderbank (IFB) Hamburg, konnten damit im fünften Jahr in Folge mehr als 2.000 Fertigstellungen verkünden.

3.001 Wohnungen bewilligt

Die Zahl der bewilligten Förderungen liegt zum vierten Mal hintereinander über der 3.000er Marke – mit 3.001 allerdings denkbar knapp. Das ist ein Rückgang von 9% gegenüber 2017. 85% dieser Wohnungen wurden im 1. Förderweg mit einer Anfangsmiete von 6,50 Euro/m2 bewilligt. 455 Wohnungen wurden im 2. Förderweg mit einer Eingangsmiete von 8,60 Euro/m2 bewilligt. Die Anfangsmieten steigen in diesem Jahr auf 6,60 Euro/m2 bzw. 8,70 Euro/m2.

Seit dem Regierungsantritt der SPD 2011 wurden insgesamt 21.252 geförderte Wohnungen bewilligt und 14.563 fertiggestellt. Nach der Statistik von 2017 liegt Hamburg mit 173 bewilligten Sozialwohnungen je 100.000 Einwohner im Bundesländerranking vorn – vor Berlin mit 87 Wohnungen.
Beantragt wurden die geförderten Wohnungen im vergangenen Jahr vor allem von der Saga mit 1.095 Wohnungen (Anteil: 36,5%) sowie von Genossenschaften (27,7%). Der Anteil privater Bauherren an den Bewilligungen lag bei lediglich 15,5%.

2018 wurden durch Neubau (2.466 Wohnungen), durch geförderte Modernisierung mit Belegungs- und/oder Mietpreisbindung (1.290) sowie durch Ankauf von Belegungsbindungen insgesamt 3.906 zusätzliche Sozialwohnungen geschaffen. Mit Wohnungsbaufördermitteln von 138 Mio. Euro in diesem Jahr sowie 149 Mio. Euro im kommenden Jahr sollen jeweils 5.000 geförderte Wohnungen entstehen.

8-Euro-Projekt in Bergedorf

Stapelfeldt stellte zudem die erste Regelausschreibung für freifinanzierte Wohnungen mit einem Mietdeckel bei 8 Euro/m2 vor. Im Bezirk Bergedorf soll in Neu-Allermöhe ein knapp hektargroßes Grundstück in der Von-Haeften-Straße 1 im Erbbaurecht für 75 Jahre vergeben werden. Die Mietpreisbindung gilt 30 Jahre. Um 30 Cent/m2 kann die Miete ab dem vierten Jahr im Zweijahresrhythmus erhöht werden. Auch KfW-Fördermittel sind möglich.

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