Mit dem Bau von 5.168 Wohnungen wollen die BFW-Unternehmen 2016 in Hamburg starten. Beliebig vermehrbar sind die Mitarbeiter der Bauunternehmen allerdings nicht. Bild: Feldhaus

Wohnungswirtschaft I – BFW Nord plant 2016 Baustarts für über 5.000 Wohnungen

3.011 Wohnungen haben die Unternehmen des BFW Nord 2015 in Hamburg fertiggestellt – ein Fünftel mehr, als 2014. Der BFW-Nord-Vorsitzende Sönke Struck mahnt die Ausweisung von mehr Bauland und schnellere Bauleitplanung an, um das bisherige Niveau der Fertigstellungen in Hamburg zumindest halten zu können.

Im vergangenen Jahr haben die Unternehmen des Landesverbandes Nord des Bundesverbands Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW Nord) in Hamburg mit 3.011 fertiggestellten Wohnungen das Ergebnis von 2014 um 19,2% übertroffen. Damit stieg die Zahl der fertiggestellten Wohnungen zum dritten Mal seit 2012. Im laufenden Jahr planen die Mitgliedsunternehmen in Hamburg den Baubeginn von 5.168 Wohnungen – ein Zuwachs von 58% gegenüber 2014.

Neues Bauland in neuen Stadtteilen

Um dieses Niveau zu halten oder den Plänen des Ersten Bürgermeisters Olaf Scholz entsprechend noch zu erhöhen, mahnt Sönke Struck, Vorsitzender des BFW Nord: „Die heutigen Fertigstellungszahlen sind Baugenehmigungen aus den Jahren 2012 bis 2014. Wir brauchen also dringend neues, zusätzliches Bauland sowie deutlich schnellere Prozesse bei den Bauleitplanungen.“
Allein durch innerstädtische Verdichtung könne der Nachfrageüberhang auf dem Hamburger Wohnungsmarkt nicht abgebaut werden, erklärt Struck und fordert die Überplanung neuer Flächen für neue Stadtteile. „Es muss auch über Flächen nachgedacht werden dürfen, die bislang nicht für den Wohnungsbau zur Verfügung standen.“

Kooperativer Planungsprozess sinnvoll

Dabei sei jedoch durch einen kooperativen Planungsprozess mit vielen Beteiligten auf die Vermeidung von Fehlern zu achten, wie sie mit den Großsiedlungen der 1960er und 1970er Jahre gemacht worden seien.
„Es wäre fatal, hier die Planung nur dem Amt für Landesplanung und Stadtentwicklung zu überlassen, ohne die Investoren miteinzubinden.“

 

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